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Eiskerne Klima: Wie Gletscher das Erdklima entschlüsseln

Eiskerne sind einzigartige Klimaarchive. Erfahren Sie, wie Forscher wie Lonnie Thompson Eiskerne analysieren, um vergangene Klimadaten zu entschlüsseln und die Rolle von Quelccaya und Sajama in der Klimaforschung. Jetzt lesen →

Eiskerne Klima: Wie Gletscher das Erdklima entschlüsseln
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2026-06-11

Die Untersuchung von Eiskernen Klima-Phänomene zu verstehen, hat sich zu einem Eckpfeiler der Paläoklimaforschung entwickelt. Diese tief in Gletschern und Eiskappen gebohrten Zylinder aus Eis sind wie Zeitkapseln, die über Jahrtausende hinweg Informationen über die Zusammensetzung der Atmosphäre, Temperaturen und Umweltbedingungen bewahrt haben. Besonders die tropischen Gletscher der Anden, darunter Quelccaya in Peru und Sajama in Bolivien, liefern eigenständige Einblicke in die Klimageschichte der letzten 1500 Jahre und länger.

Kurz zusammengefasst: Eiskerne sind natürliche Klimaarchive, die Schicht für Schicht Informationen über vergangene Atmosphärenzustände und Temperaturen speichern. Die Analyse von Sauerstoffisotopen (δ18O) und eingeschlossenen Luftblasen ermöglicht die Rekonstruktion der Klimageschichte über Hunderttausende von Jahren. Forscher wie Lonnie Thompson haben durch Bohrungen in tropischen Gletschern wie Quelccaya und Sajama entscheidende Daten für die Klimaforschung gewonnen.
📋 Das Wichtigste in Kürze
  • Eiskerne bewahren Klimadaten über bis zu 800.000 Jahre (Antarktis) und 128.000 Jahre (Grönland).
  • Der Quelccaya-Eiskern in Peru, gebohrt von Lonnie Thompson, liefert 17 Meter umfassende Daten der letzten 1500 Jahre.
  • Sauerstoffisotope (δ18O) dienen als präziser Temperatur-Proxy in den Eiskernanalysen.
  • Eingeschlossene Luftblasen in den Eiskernen ermöglichen die direkte Messung von Treibhausgasen wie CO2.
  • Asche-Lagen in Eiskernen sind Indikatoren für vergangene Vulkanausbrüche und deren Klimaeffekte.

Was sind Eiskerne Klima?

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Foto: Tom D'Arby / Pexels

Eiskerne sind zylindrische Proben von Eis, die durch Bohren in Gletschern, Eisschilden oder Eiskappen gewonnen werden. Sie stellen ein eigenständiges Klimaarchiv dar, da sich Schnee über Jahrtausende hinweg Schicht für Schicht ablagert und zu Eis komprimiert wird. Dabei werden Luftblasen und Verunreinigungen wie Staub, Pollen oder vulkanische Asche eingeschlossen. Diese Einschlüsse sind Momentaufnahmen der Atmosphäre und Umweltbedingungen zum Zeitpunkt ihrer Ablagerung und ermöglichen es Forschenden, die Eiskerne Klima-Informationen zu nutzen, um die Klimageschichte der Erde zu rekonstruieren.

📜 Forschung und Einordnung

Eiskerne Klima: Wie Gletscher das Erdklima entschlüsseln
Foto: Felipe Souza Melo
EINORDNUNG Forschungsstand und offene Fragen

Die paläoklimatische Forschung mittels Eiskernen ist ein etabliertes Feld, das kontinuierlich durch neue Bohrungen und Analysemethoden verfeinert wird. Die gewonnenen Daten sind entscheidend für das Verständnis langfristiger Klimatrends und aktueller Veränderungen.

1
Globale Klimarekonstruktion: Eiskerne sind die einzigen direkten Archive der atmosphärischen Zusammensetzung der Vergangenheit. Sie erlauben Rückschlüsse auf Temperatur, Niederschlag und die Konzentration von Treibhausgasen.
2
Tropische Gletscher als Spezialfall: Die Eiskerne aus tropischen Regionen ergänzen die polaren Daten. Sie bieten hochauflösende Aufzeichnungen aus Gebieten, die stark von El Niño und Monsunzyklen beeinflusst werden.
3
Korrelation mit Zivilisationsentwicklungen: Die Klimadaten aus Eiskernen ermöglichen es, Zusammenhänge zwischen Klimaveränderungen und dem Aufstieg oder Kollaps von Kulturen zu untersuchen, wie etwa beim Maya-Kollaps.
4
Herausforderungen und Zukunft: Der Klimawandel bedroht die Gletscher selbst, wodurch wertvolle Archive irreversibel verloren gehen. Die Forschung konzentriert sich daher auch auf die Rettung dieser „gefährdeten Archive“.
📚 FORSCHUNGSSTAND

Die Analyse von Eiskernen hat gezeigt, dass die aktuellen Treibhausgaskonzentrationen die natürlichen Schwankungsbereiche der letzten 800.000 Jahre bei Weitem übersteigen. Offene Fragen betreffen die genaue Quantifizierung regionaler Klimaeffekte und die präzise Modellierung von Kipppunkten im Klimasystem.

Grundlagen der Eiskernanalyse

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Foto: Gaspar Zaldo / Pexels

Die Gewinnung und Analyse von Eiskernen ist ein aufwendiger Prozess. Spezialisierte Bohrgeräte entnehmen die Eiszylinder, die anschließend unter streng kontrollierten Bedingungen gelagert und transportiert werden müssen, um eine Kontamination oder ein Schmelzen zu vermeiden. Im Labor werden die Kerne in Scheiben geschnitten und auf verschiedene Parameter untersucht.

Ein zentraler Indikator für vergangene Temperaturen ist das Verhältnis der stabilen Sauerstoffisotope δ18O. Wasser, das das leichtere Isotop Sauerstoff-16 enthält, verdunstet bei kälteren Temperaturen bevorzugt. Bei höheren Temperaturen verdunstet mehr des schwereren Isotops Sauerstoff-18. Diese Schwankungen im Verhältnis von Sauerstoff-18 zu Sauerstoff-16 im Eis geben Aufschluss über die globalen oder regionalen Temperaturen zum Zeitpunkt der Schneefallbildung. Ähnliche Analysen werden auch mit Deuterium (δD) durchgeführt.

Die in den Eiskernen eingeschlossenen Luftblasen sind direkte Proben der historischen Atmosphäre. Durch deren Analyse können Wissenschaftler die Konzentrationen von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) über Hunderttausende von Jahren zurückverfolgen. Diese Daten sind entscheidend, um den Zusammenhang zwischen Treibhausgasen und Klimaveränderungen zu verstehen und die aktuellen, anthropogenen Emissionen in einen historischen Kontext zu stellen. Die Eiskerne der Antarktis reichen hier bis zu 800.000 Jahre zurück.

FACHBEGRIFF Was bedeutet δ18O?

δ18O (Delta-O-18) ist ein Maß für das Verhältnis der stabilen Sauerstoffisotope 18O zu 16O in einer Probe. Es wird in Promille (‰) relativ zu einem Standard (Vienna Standard Mean Ocean Water, VSMOW) angegeben.

Dieses Verhältnis ist temperaturabhängig, da bei Verdunstung und Kondensation eine Fraktionierung stattfindet. So dient δ18O in Eiskernen als wichtiger Proxy für die Rekonstruktion vergangener Temperaturen.

Anwendungsbereiche:
Paläoklimatologie – Rekonstruktion von Temperaturen und Niederschlag
Ozeanographie – Untersuchung von Meerwassertemperaturen und Eisvolumen
Hydrologie – Verfolgung von Wasserkreisläufen und Grundwasserbewegungen
METHODISCHER HINTERGRUND Datierung von Eiskernen

Die Datierung von Eiskernen erfolgt durch die Kombination verschiedener Methoden, die sich gegenseitig ergänzen und verifizieren, um eine präzise Chronologie zu gewährleisten.

Jährlich
bis 40.000 J.
Schichtzählung
Die einfachste Methode ist das Zählen der jährlichen Schneeschichten. Diese können optisch durch saisonale Unterschiede in Staubkonzentration, Isotopenverhältnissen oder chemischen Signaturen (z.B. Säuregehalt) identifiziert werden.
bis
800.000 J.
Eismodellierung & Korrelation
Für tiefere, ältere Eisschichten werden Eisflussmodelle und die Korrelation mit anderen Klimaarchiven (z.B. marine Sedimentkerne, astronomische Zyklen) verwendet. Vulkanische Aschelagen dienen als wichtige Zeitmarker.
📚 WARUM ZWEI WERTE?

Die jährliche Schichtzählung ist in den oberen, weniger komprimierten Eisschichten sehr präzise, wird aber mit zunehmender Tiefe und Alter unsicherer, da die Schichten dünner werden und sich vermischen. Hier kommen physikalische Modelle und externe Zeitmarker zum Einsatz, um die Chronologie zu erweitern und zu verfeinern.

Eiskerne Klima in der Archäologie Amerikas

Die Gletscher der Anden sind von unschätzbarem Wert für die Rekonstruktion der Klimageschichte Südamerikas und spielen eine wichtige Rolle für das Verständnis präkolumbischer Kulturen. Sie liefern hochauflösende Eiskerne Klima-Daten, die regionale Klimamuster abbilden, die sich von den polaren Archiven unterscheiden.

1500
Jahre
Quelccaya Eiskappe, Peru Der 17 Meter lange Quelccaya Eiskern, gebohrt von Lonnie Thompson (geb. 1948), ist das weltweit größte tropische Eisarchiv. Er dokumentiert das Klima der letzten 1500 Jahre und lieferte Hinweise auf Dürreperioden, die mit dem Kollaps der Tiwanaku-Kultur korrelieren könnten.
bis
25.000
Jahre
Sajama Gletscher, Bolivien Der Sajama Eiskern bietet eine noch längere Klimazeitreihe, die bis zu 25.000 Jahre zurückreicht. Die dort gewonnenen Daten sind entscheidend für das Verständnis der südamerikanischen Monsunzyklen und deren Einfluss auf die Wasserverfügbarkeit in der Andenregion.
800
Jahre
Bruce Plateau, Antarktis (Polarforschung) Obwohl nicht in Amerika gelegen, ist der Bruce Plateau Eiskern für die globale Klimaforschung relevant. Er zeigt, wie weit polare Klimasignale in die Tropen ausstrahlen können und liefert Vergleichsdaten für die Anden-Archive.
PROBLEM
Gletscher-Schmelze
Verlust von Klimaarchiven Der rapide Rückgang der tropischen Gletscher durch den Klimawandel führt zum irreversiblen Verlust dieser wertvollen Klimaarchive. Wissenschaftler wie Lonnie Thompson betreiben „Gletscher-Archäologie“, um die verbleibenden Eiskerne zu sichern, bevor sie für immer verloren sind.

Weiterführend: El Niño und der Kollaps der Moche-Kultur · Postklassik Klima: Wie Dürren Maya-Zentren zum Kollaps trieben

Genauigkeit und Grenzen der Eiskernanalyse

Die Datierung von Eiskernen ist in den oberen Schichten, wo jährliche Lagen noch gut erkennbar sind, sehr präzise. Mit zunehmender Tiefe und Alter des Eises nimmt die Genauigkeit jedoch ab, da der Druck die Eisschichten komprimiert und die Jahreslagen schwerer zu unterscheiden sind. Für diese tieferen Schichten werden komplexe Eisflussmodelle und die Korrelation mit anderen Klimaarchiven herangezogen.

Bayessche Modellierung: Aus Einzeldaten wird eine Chronologie

In der modernen Paläoklimatologie, insbesondere bei der Datierung von Eiskernen, spielt die bayessche Modellierung eine immer wichtigere Rolle. Sie ermöglicht es Forschenden, mehrere Datensätze und Kontextinformationen (z.B. stratigraphische Reihenfolgen oder bekannte vulkanische Ereignisse) zu kombinieren, um präzisere und robustere Chronologien zu erstellen, als es mit Einzeldatierungen möglich wäre.

Softwarepakete wie OxCal (entwickelt an der University of Oxford) sind zu Standardwerkzeugen geworden, um solche bayesschen Modelle zu berechnen. Sie nutzen statistische Wahrscheinlichkeiten, um die Unsicherheiten einzelner Datierungen zu reduzieren und aus einer Vielzahl von Proben eine kohärente Zeitlinie zu konstruieren, die der Realität näherkommt.

Praxisbeispiel: Bei der Datierung des Sajama Eiskerns wurden mehrere Proxies (Schichtzählung, vulkanische Asche, δ18O) in ein bayessches Modell integriert. Dies reduzierte die Unsicherheitsspanne der Datierung von potenziell mehreren Jahrhunderten auf wenige Jahrzehnte für bestimmte Zeitabschnitte, was die Auflösung der Eiskerne Klima-Daten erheblich verbesserte.

Für die Archäologie Amerikas bedeutet dies, dass Ereignisse wie Dürren oder Perioden erhöhter Vulkanaktivität, die in den Eiskernen dokumentiert sind, wesentlich präziser mit archäologischen Befunden und historischen Aufzeichnungen (z.B. der Maya-Schrift) korreliert werden können. Dies ermöglicht ein tieferes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Klima und menschlicher Zivilisation.

Hintergrund und Geschichte der Eiskernforschung

Die moderne Eiskernforschung begann in den 1950er Jahren mit den ersten systematischen Bohrungen in Grönland und der Antarktis. Pionierarbeit leistete dabei unter anderem der amerikanische Glaziologe Lonnie Thompson (geb. 1948) von der Ohio State University. Er spezialisierte sich auf die schwierige und gefährliche Arbeit in hochalpinen, tropischen Gletschern, die zuvor weitgehend unerforscht waren. Thompsons Expeditionen zu Gletschern wie Quelccaya in Peru und Sajama in Bolivien führten zu bahnbrechenden Entdeckungen über die Klimageschichte der tropischen Regionen.

Seine Arbeit zeigte, dass diese Gletscher eigenständige Archive für regionale Klimaveränderungen darstellen, die oft von den globalen Mustern der polaren Eisschilde abweichen. Die Daten aus den Anden-Eiskernen haben beispielsweise wichtige Erkenntnisse über die El Niño-Southern Oscillation (ENSO) und ihre Auswirkungen auf die Niederschlagsmuster in Südamerika geliefert. Thompsons Forschung hat maßgeblich dazu beigetragen, das Bewusstsein für die globale Bedeutung der Gletscher als Klimaarchive zu schärfen und die Dringlichkeit ihrer Erhaltung angesichts des Klimawandels hervorzuheben.

Eiskern-Standort Region Maximale Zeitreihe
Vostok Antarktis 420.000 Jahre
EPICA Dome C Antarktis 800.000 Jahre
GRIP / NGRIP Grönland 128.000 Jahre
Quelccaya Anden (Peru) 1.500 Jahre
Sajama Anden (Bolivien) 25.000 Jahre

Häufige Fragen

Wie zeigen Eisbohrkerne den Klimawandel?

Eisbohrkerne zeigen den Klimawandel auf verschiedene Weisen. Durch die Analyse der eingeschlossenen Luftblasen können Wissenschaftler direkte Messungen der Treibhausgaskonzentrationen (CO2, Methan) in der Vergangenheit vornehmen. Das Verhältnis von Sauerstoffisotopen (δ18O) im Eis dient als Temperatur-Proxy und erlaubt die Rekonstruktion vergangener Temperaturen. Darüber hinaus geben Schichten von Staub, Pollen und vulkanischer Asche Hinweise auf Umweltveränderungen und extreme Ereignisse. Die Zeitreihen aus Eiskernen belegen einen deutlichen Anstieg der Treibhausgase und Temperaturen, insbesondere in den letzten Jahrhunderten, der die natürlichen Schwankungsbereiche der Eiskerne Klima-Geschichte weit übersteigt.

Wird CO2 in Eiskernen gespeichert?

Ja, CO2 wird in Eiskernen gespeichert. Wenn Schnee über Jahrtausende hinweg zu Eis komprimiert wird, werden winzige Luftblasen zwischen den Schneekörnern eingeschlossen. Diese Luftblasen enthalten eine Probe der Atmosphäre zum Zeitpunkt ihres Einschlusses. Wissenschaftler können diese uralten Luftproben analysieren, um die genaue Konzentration von Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre der Vergangenheit zu bestimmen. Diese direkten Messungen sind ein Hauptgrund, warum Eiskerne Klima-Forschung so wertvoll ist, da sie einen unverfälschten Einblick in die atmosphärische Zusammensetzung über Hunderttausende von Jahren bieten.

Wie weit reichen die Daten aus Eiskernen zurück?

Die Reichweite der Daten aus Eiskernen hängt vom Bohrort ab. In der Antarktis, insbesondere am EPICA Dome C, reichen die gewonnenen Klimazeitreihen bis zu 800.000 Jahre zurück. Für Grönland sind es etwa 128.000 Jahre. Tropische Gletscher wie Quelccaya in Peru oder Sajama in Bolivien liefern hochauflösende Daten für die letzten 1.500 bis 25.000 Jahre. Diese unterschiedlichen Zeitspannen ermöglichen es Forschenden, sowohl sehr lange Klimazyklen als auch detaillierte regionale Eiskerne Klima-Entwicklungen zu untersuchen.

Welche Rolle spielen Quelccaya und Sajama in der Klimaforschung?

Die Eiskappen von Quelccaya in Peru und Sajama in Bolivien spielen eine herausragende Rolle in der Klimaforschung, insbesondere für das Verständnis tropischer Klimamuster. Sie sind die einzigen hochauflösenden Eisarchive aus den Tropen und liefern entscheidende Daten über El Niño-Zyklen, Monsunmuster und regionale Dürren. Die von Forschern wie Lonnie Thompson gebohrten Eiskerne Klima-Daten dieser Gletscher haben gezeigt, dass tropische Regionen besonders sensibel auf Klimaveränderungen reagieren. Ihre Analyse ermöglicht die Korrelation von Klimaphänomenen mit dem Aufstieg und Fall präkolumbischer Kulturen in den Anden.

Wer ist Lonnie Thompson in der Eiskernforschung?

Lonnie Thompson (geb. 1948) ist ein preisgekrönter amerikanischer Paläoklimatologe und Glaziologe, bekannt für seine Pionierarbeit bei der Eiskernbohrung in tropischen und subtropischen Gletschern. Er ist Professor an der Ohio State University und hat über viele Jahrzehnte hinweg Expeditionen zu den höchsten und abgelegensten Gletschern der Welt geleitet, darunter Quelccaya und Sajama. Seine Forschung hat entscheidend dazu beigetragen, die globale Klimageschichte zu rekonstruieren und die Dringlichkeit des Klimawandels zu verdeutlichen. Thompsons Arbeit mit Eiskerne Klima-Daten hat das Verständnis für die Rolle tropischer Gletscher als Klimaarchive revolutioniert.

🏁 Fazit: Eiskerne als Fenster in die Klimavergangenheit

Eiskerne sind unverzichtbare Zeugen der Klimageschichte unseres Planeten. Die in ihnen konservierten Informationen ermöglichen es uns, vergangene Temperaturen, atmosphärische Zusammensetzungen und Umweltbedingungen mit beeindruckender Präzision zu rekonstruieren. Die Forschung an Eiskerne Klima-Daten, insbesondere aus den tropischen Gletschern der Anden, liefert entscheidende Hinweise auf natürliche Klimaschwankungen und die beispiellose Geschwindigkeit des aktuellen, anthropogen verursachten Klimawandels. Angesichts des rapiden Gletscherrückgangs ist die Sicherung und Analyse dieser Archive eine globale Priorität für die Wissenschaft.

Quellen & Literatur

🔬 Über den Autor: Sandra Vogt – Redaktion · Forschung & Methoden
Wer sich mit Paläoklimaforschung beschäftigt, stößt schnell auf die Bedeutung der Eiskerne Klima-Daten. Die Arbeit von Forschern wie Lonnie Thompson in den Anden hat gezeigt, wie wichtig es ist, auch regionale Archive zu nutzen, um ein umfassendes Bild der Klimageschichte zu erhalten und aktuelle Veränderungen einzuordnen.
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →