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British Museum Amerika: Schätze der Sammlung entdecken

Das British Museum in Amerika: Entdecken Sie den Codex Nuttall, Türkismasken und aztekische Kunst in London. Alle Infos für Ihren Besuch. → Jetzt lesen

British Museum Amerika: Schätze der Sammlung entdecken
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2026-11-03

Das British Museum Amerika in London beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen präkolumbischer Kunst außerhalb des amerikanischen Kontinents. In den Sainsbury Galleries, die sich der Kunst Mexikos und Zentralamerikas widmen, erhalten Besucher einen tiefen Einblick in die hochentwickelten Kulturen der Mexica (Azteken), Maya und Mixteken. Die Exponate, die von filigranen Schmuckstücken bis hin zu großdimensionierten Steinskulpturen reichen, bieten eine umfassende Dokumentation der mesoamerikanischen Zivilisationen vor der Ankunft der Europäer.

Kurz zusammengefasst: Die Sammlung des British Museum zu Amerika konzentriert sich vor allem auf Mesoamerika. Zu den Highlights zählen der Codex Zouche-Nuttall und die berühmten Türkis-Mosaikmasken. Das Museum bietet freien Eintritt und ist ein zentraler Anlaufpunkt für die Erforschung indigener Geschichte im Herzen Londons.

Was ist das British Museum Amerika?

British Museum Amerika: Schätze der Sammlung entdecken – Eine Ansammlung antiker Münzen umgibt einen kunstvoll verzierten …
Foto: Tahir Xəlfəquliyev / Pexels

Das British Museum Amerika bezeichnet den Teil der ethnografischen Sammlung, der sich der Geschichte und Kunst der indigenen Völker des amerikanischen Kontinents widmet. Den Schwerpunkt bildet dabei die mesoamerikanische Abteilung in den Sainsbury Galleries, die eine der weltweit wichtigsten Sammlungen aztekischer Kunst verwaltet.

📋 Das Wichtigste in Kürze
  • Die Sainsbury Galleries (Raum 27) beherbergen die Mexiko-Sammlung.
  • Der Codex Zouche-Nuttall ist eines der wichtigsten mixtekischen Dokumente.
  • Der Eintritt in das British Museum ist kostenlos (Stand: April 2026).
  • Die Sammlung umfasst hochkarätige Türkis-Mosaikarbeiten aus aztekischer Zeit.
  • Das Museum liegt zentral in Bloomsbury, London (U-Bahn: Tottenham Court Road).

Die Sainsbury Galleries: Mexikos Kunst

British Museum Amerika: Schätze der Sammlung entdecken
Foto: Felipe Souza Melo

Die Sainsbury Galleries, auch bekannt als Raum 27, sind das Herzstück für Besucher, die sich für die Kunst Mesoamerikas interessieren. Die Sammlung präsentiert eine beeindruckende Bandbreite an Artefakten, die über 3.000 Jahre Geschichte abdecken. Von der formativen Periode der Olmeken bis hin zur Unterwerfung der Mexica durch die Spanier Anfang des 16. Jahrhunderts wird die kulturelle Entwicklung der Region nachgezeichnet.

Die Anordnung der Objekte ermöglicht eine chronologische und thematische Reise durch die Religion, den Alltag und die politische Struktur der indigenen Gesellschaften. Besonders beeindruckend ist die steinerne Darstellung des Gottes Quetzalcoatl sowie zahlreiche Keramikarbeiten, die den rituellen Kontext der damaligen Zeit verdeutlichen.

Der Codex Zouche-Nuttall

British Museum Amerika: Schätze der Sammlung entdecken – Eine detaillierte Ansicht einer antiken goldenen Halskette mit ku…
Foto: Daniel Neves Cotta / Pexels

Ein absolutes Highlight der Sammlung ist der Codex Zouche-Nuttall. Dieses mixtekische Manuskript aus dem 14. oder 15. Jahrhundert ist auf Hirschleder gefertigt und in einem Ziehharmonika-Format gefaltet. Es handelt sich um ein piktografisches Dokument, das die genealogische Geschichte der mixtekischen Herrscherdynastien sowie historische Ereignisse und kriegerische Auseinandersetzungen beschreibt.

Der Codex bietet Forschern wertvolle Informationen über die politische Landkarte des postklassischen Mexikos. Obwohl das Original aus konservatorischen Gründen nur in Auszügen oder in digitaler Form präsentiert wird, bleibt es ein unverzichtbares Zeugnis für die intellektuelle Leistung der mixtekischen Schreiber. Die Forschung hat in den letzten Jahren durch hochauflösende Scans neue Details in den Symbolen entdeckt, die bisher verborgen blieben.

Die aztekischen Türkis-Mosaikmasken

British Museum Amerika: Schätze der Sammlung entdecken
Foto: Marina Endzhirgli

Die aztekischen Türkis-Mosaikmasken gehören zu den bekanntesten Objekten im British Museum. Diese Masken wurden vermutlich für rituelle Zwecke verwendet und stellen verschiedene Gottheiten dar, darunter den Gott der Unterwelt, Mictlantecuhtli. Die Technik der Mosaikarbeit, bei der winzige Türkisplättchen mit Kiefernharz auf einen Holzkern aufgebracht wurden, zeugt von höchster handwerklicher Präzision.

Objekt Herkunft Material
Türkismaske (Mictlantecuhtli) Mexiko (Aztekisch) Türkis, Holz, Muschel
Codex Zouche-Nuttall Mixteken Hirschleder

📜 Forschung und Einordnung

EINORDNUNG Forschungsstand und offene Fragen

Die Sammlung des British Museum zu Amerika unterliegt einer ständigen Neubewertung, insbesondere im Hinblick auf die Provenienzforschung und die Repräsentation indigener Kulturen.

1
Provenienz der Artefakte Die Herkunft vieler Objekte aus der Kolonialzeit wird kritisch geprüft. Das Museum arbeitet verstärkt mit internationalen Partnern zusammen, um den historischen Kontext der Erwerbungen transparenter zu gestalten.
2
Digitalisierung der Codices Die moderne Forschung nutzt digitale Technologien zur Entzifferung der Codices. Dies ermöglicht es, die komplexen narrativen Strukturen der Mixteken ohne physische Belastung der empfindlichen Originale zu studieren.
3
Interdisziplinäre Ansätze Die Kombination aus Archäologie, Linguistik und Kunstgeschichte erlaubt heute eine präzisere Zuordnung der Türkis-Mosaikarbeiten zu spezifischen aztekischen Werkstätten in Tenochtitlán.
📚 FORSCHUNGSSTAND

Aktuelle Projekte konzentrieren sich auf den Erhalt der organischen Materialien in den Mosaikmasken. Die Forschungssituation ist stabil, wobei die internationale Zusammenarbeit mit mexikanischen Institutionen zunehmend an Bedeutung gewinnt, um die kulturelle Identität der Objekte zu würdigen.

🏁 Fazit: Ein Besuch der Sammlung

Das British Museum Amerika bietet eine unvergleichliche Gelegenheit, die Kunst und Geschichte Mesoamerikas in London zu erleben. Mit Exponaten wie dem Codex Zouche-Nuttall und den Türkismasken gewährt die Sammlung tiefe Einblicke in eine untergegangene Welt. Die Sainsbury Galleries sind für Geschichtsinteressierte ein Pflichtbesuch, da sie die Komplexität dieser Hochkulturen anschaulich vermitteln.

Was ist das Highlight der Amerika-Sammlung im British Museum?

Das absolute Highlight der Amerika-Sammlung im British Museum sind die aztekischen Türkis-Mosaikmasken. Diese Stücke, die unter anderem den Gott Mictlantecuhtli darstellen, demonstrieren die hohe handwerkliche Kunstfertigkeit der Mexica. Auch der Codex Zouche-Nuttall gilt als eines der bedeutendsten Dokumente mixtekischer Geschichte, das im British Museum Amerika aufbewahrt wird.

Wo finden Besucher die Amerika-Ausstellung im British Museum?

Die Ausstellung zur Kunst Mexikos und Zentralamerikas befindet sich in den Sainsbury Galleries, die als Raum 27 im British Museum London ausgewiesen sind. Besucher sollten sich vorab auf der offiziellen Website des Museums über mögliche Änderungen der Ausstellungsräume informieren, da das British Museum Amerika regelmäßig Teile seiner Sammlung rotiert.

Kostet der Besuch der Amerika-Sammlung Eintritt?

Nein, der Eintritt in das British Museum und damit auch zu den Räumen der Amerika-Sammlung ist grundsätzlich kostenlos. Dennoch empfiehlt es sich, für den Besuch der Sainsbury Galleries ein Zeitfenster über die Website zu reservieren, da das British Museum Amerika besonders an Wochenenden sehr gut besucht sein kann (Stand: April 2026).

Wie reist man am besten zum British Museum an?

Das British Museum Amerika ist sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die nächstgelegenen U-Bahn-Stationen sind Tottenham Court Road (Central und Northern Line) sowie Holborn (Central und Piccadilly Line). Von diesen Stationen sind es jeweils nur etwa 5 bis 10 Minuten Fußweg bis zum Haupteingang des Museums in der Great Russell Street.

🗿 Über den Autor: Lukas Reuter – Chefredaktion · Mesoamerika
Die Forschung zu den aztekischen Mosaikmasken hat sich in den letzten Jahren durch neue bildgebende Verfahren intensiviert. Wer sich heute im British Museum Amerika mit dem Codex Zouche-Nuttall beschäftigt, sollte bedenken, dass diese Stücke nicht nur Kunstwerke, sondern hochkomplexe historische Aufzeichnungen sind.
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